Nach zweiundzwanzig Jahren alptraumhaften Schreckens, vor dem Schlimmsten nur noch durch den verzweifelten Versuch bewahrt, bestimmte Wahrnehmungen auf mythische Ursprünge zurückzuführen, bin ich nicht willens, mich für die Wahrheit dessen zu verbürgen, was ich in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli 1935 in Westaustralien gefunden zu haben glaube. Es gibt Anhaltspunkte für die Hoffnung, dass mein Erlebnis ganz oder teilweise ein Hirngespinst war- wofür tatsächlich Ursachen genug vorhanden gewesen wären. Und doch war es so schauerhaft real, dass mir bisweilen jede Hoffnung vergeblich scheint.
Wenn es sich wirklich so zugetragen hat, dann muss der Mensch sich bereitfinden, Kenntnis zu nehmen vom Kosmos und von seinem eigenen Platz innerhalb des brodelnden Strudels der Zeit, dessen blosse Erwähnung lähmendes Entsetzen verbreitet. Und muss auch von nun an auf der Hut sein vor einer besonderen, geheimnisvollen Gefahr.
Aus diesem letzteren Grund dränge ich mit der ganzen Kraft meines Seins auf die endgültige Einstellung aller Versuche, diese Fragmente unbekannter, urzeitlicher Bauwerke auszugraben, die zu erforschen meine Expedition ausgezogen war.
Als ich auf dieses Schreckbild stiess, war ich allein ? und bis jetzt habe ich niemandem davon erzählt. Ich konnte die anderen nicht davon abhalten in seiner Richtung weiterzugraben, aber der Zufall und der Treibsand haben sie bisher davor bewahrt, es zu finden.
...Schatten, der so plötzlich von aussen auf mich fiel. Die sonderbare Amnesie kam am Donnerstag, dem 14. Mai 1908. Alles ging ganz plötzlich, obwohl mir später klar wurde, dass gewisse, kurz aufglimmende Visionen ? chaotische Visionen, die mich sehr aus der Fassung brachten, weil sie so beispiellos waren ? Frühsymptome gewesen sein mussten. Mein Kopf schmerzte, und ich hatte das undefinierbare Gefühl ? zum ersten Mal in meinem Leben - , dass jemand anderer versuchte, sich meiner Gedanken zu bemächtigen.

 

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